Extraktion von Ölen (ausschließlich für konventionelle Produkte)

Das in den Samen und Früchten enthaltene Öl wird bei diesem Verfahren durch ein chemisches Lösungsmittel (meist Hexan) herausgelöst, anschließend wird das Hexanölgemisch auf mindestens 140° erhitzt, wobei das Hexan verdampft und das Pflanzenöl übrig bleibt. Statt Hexan kann auch beispielsweise kristallisiertes Kohlendioxid (CO²) verwendet werden.

Dieses Verfahren ist umweltfreundlicher als die Hexanextraktion. Übrig bleibt der Extraktions-schrot, der im Gegensatz zum Presskuchen noch ca. 2 % Restfett enthält, die Ölausbeute ist also höher.

Über 90 % der weltweit angebotenen Pflanzenöle werden durch Extraktion gewonnen. Bevor solche Öle jedoch verwendet werden, müssen sie in jedem Fall raffiniert werden, d.h. nachgereinigt werden.

Bei der chemischen Raffination wird im ersten Arbeitsgang dem Öl das Lecithin entzogen, es folgt die Entschleimung unter Zugabe von Phosphorsäure mit anschließender Filtrierung. Danach wird dem Öl Natronlauge zugegeben, die mit den im Öl enthaltenen freien Fettsäuren zu Natronseife reagiert und ausgefällt wird. Es folgt die Bleichung mit Bleicherde und/oder Aktivkohle, die dem Öl die Farbstoffe und alle sonstigen unerwünschten Stoffe wie Pestizide, Peroxide oder bei der Extraktion entstandene Verbindungen entzieht. Zum Schluss sorgt die Dämpfung bzw. Desodorierung mit heißem Wasserdampf dafür, dass fast alle Geschmacksstoffe entzogen werden.

Rückblick Öko Feldtage 2017

Vielen Dank für die vielfältigen Gespräche im Rahmen der 1. bundesweiten Öko Feldtage in... » Weiterlesen

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